Handball EM Favoriten 2026: Detaillierte Analyse und Experten-Prognose

Handball-Nationalmannschaft feiert einen Sieg

Die Handball Europameisterschaft 2026 wirft ihre Schatten voraus, und das Favoritenfeld präsentiert sich so spannend wie selten zuvor. Wenn drei skandinavische Nationen gemeinsam als Gastgeber auftreten, verschiebt sich die traditionelle Machtbalance im europäischen Handball. Dänemark, Schweden und Norwegen genießen Heimrecht, während etablierte Größen wie Frankreich und aufstrebende Teams wie Deutschland um die Krone kämpfen.

Das Besondere an dieser Europameisterschaft ist die Konzentration von Qualität an der Spitze. Die Kluft zwischen den Top-Fünf und dem Rest des Feldes erscheint geringer als bei früheren Turnieren. Verletzte Schlüsselspieler, taktische Anpassungen oder schlicht Tagesform können den Unterschied machen. Für Wettbegeisterte bedeutet das: differenzierte Analyse ist wichtiger denn je.

Diese umfassende Prognose beleuchtet alle relevanten Favoriten im Detail. Von der Kadertiefe über taktische Ausrichtung bis hin zur mentalen Stärke – jedes Team wird auf Herz und Nieren geprüft. Am Ende steht eine fundierte Einschätzung, wer die besten Chancen auf den Titel hat und wo sich aus Wettersicht die attraktivsten Möglichkeiten bieten.

Die Europameisterschaft 2026 findet in einem komprimierten Format statt. Vom 15. Januar bis zum 1. Februar kämpfen 24 Nationen um den Titel. Die Vorrunde bringt erste Entscheidungen, die Hauptrunde kristallisiert die Halbfinalisten heraus, und die Finalrunde in Herning krönt den Champion. Dieses Format belohnt konstante Teams mit tiefen Kadern – ein Faktor, der in der Favoritenanalyse berücksichtigt werden muss.

Dänemark – Analyse des Top-Favoriten

Dänische Handballspieler im Angriff

Das dänische Nationalteam hat den europäischen Handball in den letzten Jahren nach Belieben dominiert. Zwei EM-Titel (2008, 2012), dazu vier WM-Goldmedaillen in Folge (2019, 2021, 2023, 2025) und Olympia-Gold 2024 – die Bilanz spricht für sich. Doch Dominanz allein macht noch keinen Titelgewinn, und das wissen auch die Dänen. Bei der EM 2026 auf heimischem Boden wollen sie ein weiteres Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte schreiben.

Der Kader liest sich wie ein Who-is-Who des Welthandballs. Mathias Gidsel, der bei den Füchsen Berlin zum absoluten Superstar gereift ist, bildet das Herzstück der Offensive. Seine Kombination aus Schnelligkeit, Spielverständnis und Abschlussstärke macht ihn praktisch unaufhaltbar, wenn er in Fahrt kommt. Im Tor steht mit Emil Nielsen eine der besten Torhüter der Gegenwart, dessen Paraden bei großen Turnieren zum Standard gehören. Die neue Generation um Simon Pytlick hat die Fackel der Legenden Mikkel Hansen und Niklas Landin übernommen, die nach der Olympiade 2024 ihre Nationalmannschaftskarrieren beendeten.

Taktisch setzt Dänemark auf ein variables 6-0-Abwehrsystem, das bei Bedarf in aggressivere Formationen wechseln kann. Im Angriff besticht das Team durch fließende Positionswechsel und eine hervorragende Einbindung der Außenspieler. Besonders gefährlich wird es, wenn Gidsel freie Räume im Rückraum findet – dann sind Traumquoten für die Gegner kaum mehr zu halten. Die Bank ist tief besetzt, was bei einem Turnier mit vielen Spielen in kurzer Zeit ein entscheidender Vorteil sein kann.

Der Heimvorteil ist nicht zu unterschätzen. Die Finalrunde in Herning verspricht eine Kulisse, die das Team beflügeln wird. Dänische Fans sind für ihre lautstarke und bedingungslose Unterstützung bekannt, und in der ausverkauften Jyske Bank Boxen dürfte die Stimmung nahezu unerträglich für die Gegner werden. Dieser psychologische Faktor ist in den Quoten bereits eingepreist, könnte aber in engen Spielen den Ausschlag geben.

Die Schwächen des Teams sind überschaubar, aber vorhanden. Die Abhängigkeit von einzelnen Leistungsträgern wie Gidsel ist ein Risikofaktor. Sollte der Welthandballer ausfallen oder einen schlechten Tag erwischen, fehlt ein gleichwertiger Ersatz. Zudem kann die Last der Favoritenrolle erdrückend sein – gerade auf heimischem Boden. Historisch haben Teams unter extremem Erwartungsdruck nicht immer ihre beste Leistung abrufen können.

Die Wettquoten von etwa 2.75 reflektieren den klaren Favoritenstatus. Aus Value-Sicht ist die Quote fair, aber nicht überwältigend attraktiv. Wer auf Dänemark setzen möchte, sollte dies früh tun – bei erfolgreichem Turnierverlauf wird die Quote weiter fallen. Die Prognose: Dänemark erreicht mindestens das Finale und gewinnt den Titel mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 35 Prozent.

Der Vergleich mit vergangenen Heimturnieren zeigt jedoch auch Risiken auf. Bei der EM 2014 in Dänemark etwa verloren die Dänen das Finale deutlich gegen Frankreich – der Druck des Heimpublikums kann in beide Richtungen wirken. Die aktuelle Generation hat diese Erfahrung gemacht und dürfte entsprechend vorbereitet sein, aber ein Restrisiko bleibt. Für Wetter bedeutet das: Dänemark ist die wahrscheinlichste Wahl, aber keine sichere Bank. Eine Absicherung durch Wetten auf mögliche Finalgegner kann sinnvoll sein.

Frankreich – Der Titelverteidiger

Französische Handballspieler in der Abwehr

Frankreich ist seit Jahrzehnten das Maß aller Dinge im internationalen Handball. Auch wenn Dänemark aktuell die Nummer eins darstellt, haben die Franzosen mehr Erfahrung mit großen Titelgewinnen als jede andere Nation. Der Titelverteidiger kommt mit dem Selbstverständnis einer Mannschaft, die weiß, wie man Europameister wird.

Der französische Kader vereint routinierte Weltklassespieler mit hungrigen Talenten. Die Abwehr um den Koloss der Handball-Geschichte gehört traditionell zu den besten der Welt. Im Tor wechseln sich mehrere hochklassige Keeper ab, was taktische Flexibilität ermöglicht. Der Rückraum ist variabler besetzt als bei den meisten Konkurrenten, und die Außen- und Kreisspieler erfüllen ihre Rollen zuverlässig. Die Tiefe des Kaders ist beeindruckend – Frankreich kann Verletzungen besser kompensieren als fast jedes andere Team.

Taktisch zeichnet sich Frankreich durch Anpassungsfähigkeit aus. Trainer Guillaume Gille hat mehrere Systeme etabliert, die je nach Gegner variiert werden können. Die defensive Stabilität ist das Fundament, auf dem offensive Freiheiten aufbauen. Gegen physisch starke Gegner setzt Frankreich auf geduldigen Positionsangriff, während gegen technisch orientierte Teams auch aggressive Pressing-Varianten zum Einsatz kommen.

Die französische Mentalität bei großen Turnieren ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Das Team wächst mit den Aufgaben und spielt seine beste Leistung oft dann ab, wenn es darauf ankommt. Die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten die Nerven zu behalten, hat Frankreich mehrere Titel beschert. Diese mentale Stärke könnte auch 2026 den Unterschied machen.

Der größte Nachteil ist das Fehlen eines überragenden Einzelkönners vom Kaliber eines Mathias Gidsel. Frankreich gewinnt als Kollektiv, nicht durch individuelle Brillanz. Das macht das Team berechenbarer, aber auch konstanter. Die Quote von rund 4.25 bietet angesichts der Titelverteidiger-Qualität und der bewährten Turnierperformance soliden Value. Die Prognose: Frankreich steht im Halbfinale und hat realistische Chancen auf eine Medaille. Die Titelwahrscheinlichkeit liegt bei etwa 22 Prozent.

Die Auswärtssituation bei diesem Turnier ist für Frankreich kein Nachteil. Die Équipe hat bewiesen, dass sie auch ohne Heimvorteil Titel holen kann. Die neutralen Hallen in Norwegen und Schweden bieten keine spezifische Unterstützung für die Skandinavier, was Frankreichs Chancen verbessert. Sollte es zu einem Finale gegen Dänemark in Herning kommen, wäre der Heimvorteil der einzige echte Trumpf der Dänen – spielerisch sind beide Teams auf Augenhöhe.

Schweden – Der ehrgeizige Co-Gastgeber

Schwedischer Handballspieler beim Torwurf

Schweden blickt auf eine ruhmreiche Handball-Vergangenheit zurück und strebt mit einer neuen Generation nach alten Glanzzeiten. Als Co-Gastgeber genießt das Team einen Vorteil, den es in der Vorrunde und möglicherweise der Hauptrunde nutzen kann. Die Spiele in Malmö und Kristianstad werden vor frenetischem Publikum stattfinden.

Der schwedische Kader hat in den letzten Jahren einen Generationswechsel vollzogen. Junge Spieler haben die Fackel von den legendären Generationen vergangener Jahrzehnte übernommen und bringen frischen Wind. Die Rückraumshooter zeichnen sich durch Wurfstärke und Athletik aus, während die Torhüterposition mit ambitionierten Talenten besetzt ist. Die Mannschaft verfügt über eine gute Mischung aus Jugend und Erfahrung.

Taktisch hat sich Schweden von einem reinen Wurfteam zu einer vielseitigeren Mannschaft entwickelt. Das Tempospiel funktioniert gut, und auch im gebundenen Angriff finden sich Lösungen. Die Abwehr ist kompakter geworden, auch wenn sie nicht an die dänische oder französische Klasse heranreicht. Der Trainer hat es verstanden, die individuellen Stärken der Spieler in ein funktionierendes System zu integrieren.

Der Heimvorteil in der Vorrunde ist Gold wert, bringt aber auch Druck mit sich. Die schwedischen Fans erwarten Siege, und jeder Ausrutscher wird kritisch beäugt. Die junge Mannschaft muss beweisen, dass sie mit dieser Erwartungshaltung umgehen kann. Positiv: Die Qualifikation zur Hauptrunde und möglicherweise zur Finalrunde dürfte bei entsprechender Auslosung machbar sein.

Die Quoten von etwa 7.50 reflektieren den Status als ernstzunehmender Mitfavorit. Für den Turniersieg fehlt möglicherweise noch die letzte Klasse, aber ein Platz unter den besten Vier ist realistisch. Die Prognose: Schweden erreicht das Viertel- oder Halbfinale. Die Titelwahrscheinlichkeit liegt bei etwa 12 Prozent.

Norwegen und Island – Die skandinavischen Herausforderer

Norwegen komplettiert das Trio der Gastgeber und bringt seine eigenen Titelambitioner mit. Die Norweger haben in den letzten Jahren konstant gute Leistungen bei großen Turnieren gezeigt und gehören zum erweiterten Favoritenkreis. Mit Spielen in Oslo genießen sie ebenfalls Heimrecht in der Gruppenphase.

Der norwegische Kader ist physisch stark und taktisch diszipliniert. Die Mannschaft zeichnet sich durch kämpferische Einstellung und mentale Stärke aus, die in engen Spielen oft den Unterschied macht. Im Rückraum finden sich torgefährliche Werfer, und die Torhüterposition ist gut besetzt. Die Bank ist solide, wenngleich nicht so tief wie bei den absoluten Top-Teams.

Norwegens Spielstil basiert auf einer stabilen Abwehr und schnellem Umschaltspiel. Im Positionsangriff wird viel über den Kreis gespielt, was den Gegner vor andere Probleme stellt als das dänische Tempospiel. Diese taktische Variante kann gegen bestimmte Gegner sehr effektiv sein. Die Quote von rund 8.00 bietet anständigen Value für ein Team, das durchaus für eine Überraschung gut ist.

Island ist trotz seiner bescheidenen Einwohnerzahl eine feste Größe im europäischen Handball. Die Isländer kompensieren den kleineren Talentpool durch hervorragende Ausbildung, taktische Cleverness und unbändigen Willen. Bei großen Turnieren schlägt sich Island regelmäßig achtbar und sorgt für die eine oder andere Überraschung.

Der isländische Kader setzt auf eine Mischung aus erfahrenen Veteranen und vielversprechenden Talenten. Die Spieler kennen sich oft seit Jugendzeiten und harmonieren entsprechend gut. Im Tor steht traditionell ein Weltklasse-Keeper, der das Team am Leben halten kann. Die Außenpositionen sind gut besetzt, während der Rückraum international mithalten kann.

Taktisch agiert Island sehr diszipliniert und geduldig. Das Team macht wenige Fehler und zwingt den Gegner zu Anpassungen. In K.o.-Spielen kann diese Spielweise gefährlich werden – wer Island unterschätzt, bezahlt einen hohen Preis. Die Quote von etwa 15.00 macht die Insel-Nation für Value-Wetter interessant. Ein Halbfinaleinzug ist durchaus möglich, während der Titel ambitioniert, aber nicht unmöglich erscheint.

Die skandinavischen Herausforderer insgesamt bieten interessante Wettmöglichkeiten. Alle drei Nationen haben Heimrecht, alle verfügen über Kader, die mit den Besten mithalten können. Die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens einer dieser Außenseiter das Halbfinale erreicht, ist hoch. Für Wetter, die nach Alternativen zu den offensichtlichen Favoriten suchen, lohnt sich ein genauer Blick.

Deutschland – Analyse der DHB-Auswahl

Deutsche Handballspieler bei der Besprechung

Das deutsche Nationalteam hat unter Bundestrainer Alfred Gislason einen spürbaren Aufwärtstrend hingelegt. Nach dem emotionalen Höhenflug bei der Heim-EM 2024 wollen die DHB-Jungs beweisen, dass sie auch auswärts zur erweiterten Spitze gehören. Die Erwartungen sind gestiegen, und damit auch der Druck auf das Team.

Der deutsche Kader vereint Bundesliga-Stars mit internationaler Erfahrung. Im Tor steht Andreas Wolff als Fels in der Brandung, dessen Paraden ein Spiel alleine entscheiden können. Der Rückraum um Juri Knorr bietet Kreativität und Torgefahr, wenngleich die Konstanz noch nicht auf dem Niveau der absoluten Top-Nationen liegt. Die Außen- und Kreisspieler erfüllen ihre Aufgaben solide, und die Bank ist mit talentierten Nachwuchsspielern besetzt.

Gislasons taktisches System basiert auf einer aggressiven 6-0-Abwehr mit der Option zu offensiveren Varianten. Im Angriff wird viel über Knorr gespielt, was Fluch und Segen zugleich ist – die Abhängigkeit von einzelnen Spielern macht das Team verwundbarer. Das Umschaltspiel funktioniert gut, wenn Wolff den Ball hält und die schnellen Außen laufen können.

Die realistische Zielsetzung für Deutschland ist das Erreichen der Hauptrunde und möglicherweise ein Platz unter den besten Acht. Für mehr müsste vieles zusammenpassen: Wolff in Weltklasse-Form, Knorr als Spielgestalter auf höchstem Niveau und günstige Paarungen im Turnierverlauf. Die Quoten zwischen 15.00 und 20.00 erscheinen angesichts dieser Einschätzung fair.

Für deutsche Wetter bietet das DHB-Team dennoch interessante Möglichkeiten. Die Gruppensieger-Wette oder eine Wette auf das Erreichen des Halbfinals können attraktiver sein als die pure Europameister-Quote. Die emotionale Bindung an das eigene Team sollte dabei nicht die rationale Analyse ersetzen – wer objektiv bleibt, findet möglicherweise bessere Value-Gelegenheiten bei anderen Mannschaften.

Die Prognose für Deutschland: Erreichen der Hauptrunde als Minimalziel, Viertelfinale als realistische Erwartung. Die Titelwahrscheinlichkeit liegt bei etwa fünf bis sieben Prozent, was die Quoten fair widerspiegeln.

Ein wichtiger Aspekt ist die Entwicklung des Teams seit der Heim-EM. Die jungen Spieler haben an Erfahrung gewonnen, und das Zusammenspiel ist gereift. Gislason hat das System verfeinert und kann auf eine breitere Basis vertrauen als noch vor zwei Jahren. Wenn Deutschland seine Schwankungsanfälligkeit in den Griff bekommt, ist deutlich mehr möglich als die Quote suggeriert. Der Schlüssel liegt in der defensiven Stabilität und Wolffs Tagesform – stimmt beides, kann das DHB-Team jeden Gegner schlagen.

Weitere Medaillenkandidaten

Jenseits der offensichtlichen Favoriten gibt es weitere Mannschaften, die für Überraschungen sorgen können. Kroatien, einst eine der dominanten Kräfte im europäischen Handball, durchlebt einen Umbruch, verfügt aber noch immer über individuelle Klasse und Turniererfahrung. Die Quote von rund 20.00 könnte unterschätzen, was das Team in einem guten Moment leisten kann.

Spanien befindet sich ebenfalls in einer Übergangsphase, hat aber mit einer neuen Spielergeneration das Potenzial, alte Erfolge wiederaufleben zu lassen. Die spanische Handballschule ist für technische Finesse bekannt, und diese Qualitäten können bei einem Turnier den Unterschied machen. Die Quote im Bereich von 25.00 macht Spanien für spekulative Wetter interessant.

Slowenien hat sich in den letzten Jahren als konstant starke Nation etabliert. Das kleine Land produziert regelmäßig Spitzenspieler, und der Teamgeist ist bemerkenswert. Bei der letzten WM zeigte Slowenien starke Leistungen und gehört auch bei der EM zum erweiterten Favoritenkreis. Die Quote von etwa 25.00 bietet guten Value für ein Team, das durchaus das Halbfinale erreichen kann.

Weitere Teams wie Ungarn, Portugal oder Polen werden zu den Außenseitern gezählt, können aber in Einzelspielen für Überraschungen sorgen. Bei der EM ist das Niveau so dicht, dass ein einziger Ausrutscher eines Favoriten die Karten neu mischen kann. Diese Mannschaften sind für die klassische Europameister-Wette weniger interessant, können aber in Kombiwetten oder bei Einzelspiel-Tipps Value bieten.

Geheimtipps und Dark Horses

Jedes Turnier hat seine Überraschungen, und die Handball EM 2026 wird keine Ausnahme sein. Die Suche nach Dark Horses ist für Wetter besonders spannend, da hier die attraktivsten Quoten locken. Ein Team, das unter dem Radar fliegt und plötzlich aufblüht, kann beträchtliche Gewinne einbringen.

Ungarn gehört zu den interessantesten Außenseitern. Das Team hat in den letzten Jahren Fortschritte gemacht und verfügt über eine leidenschaftliche Fanbasis, die auch bei Auswärtsspielen für Stimmung sorgt. Die Quote jenseits der 40.00 macht Ungarn zu einer spekulativen, aber potenziell lukrativen Wette.

Portugal hat sich von einer Handball-Randnotiz zu einem respektablen Konkurrenten entwickelt. Die portugiesische Liga hat an Qualität gewonnen, und die Nationalmannschaft profitiert davon. Bei den letzten Turnieren zeigte Portugal ansprechende Leistungen und könnte bei einer günstigen Auslosung für Überraschungen sorgen.

Die Suche nach Value-Wetten bei Außenseitern erfordert genaue Analyse. Entscheidend sind Fragen wie: Wie ist die Auslosung? Welche Schlüsselspieler sind fit? Wie ist die Formkurve vor dem Turnier? Ein vermeintlicher Außenseiter in einer machbaren Gruppe kann plötzlich zum realistischen Hauptrunden-Kandidaten werden – und dann steigen die Chancen auf eine überraschende Medaille.

Die Quote allein sagt nicht alles. Ein Team mit einer Quote von 50.00 kann durchaus Value bieten, wenn die tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit bei drei statt zwei Prozent liegt. Diese Kalkulation erfordert tiefes Wissen über den Handball und die spezifische Situation des Teams. Wer diese Arbeit investiert, kann Quoten finden, die der breite Markt übersieht. Die Handball EM mit ihrer relativen Nischenposition im Wettmarkt bietet dafür bessere Voraussetzungen als populärere Sportarten.

Experten-Prognose: Wer wird Europameister 2026?

Handball-EM Pokal auf dem Siegerpodest

Die Analyse aller Favoriten führt zu einer klaren Einschätzung: Dänemark ist der verdiente Topfavorit und hat die besten Karten für den Titelgewinn. Der Heimvorteil, die Kaderqualität und die Erfahrung aus den letzten erfolgreichen Turnieren sprechen für die Skandinavier. Dennoch ist ein dänischer Sieg alles andere als sicher – die Geschichte kennt genug Beispiele von gestürzten Favoriten.

Frankreich als Titelverteidiger bleibt die größte Gefahr für die Dänen. Die Équipe verfügt über die Routine und Klasse, um jeden Gegner zu schlagen. Ein dänisch-französisches Finale wäre das wahrscheinlichste Szenario und würde ein würdiges Endspiel bieten.

Die Gastgeber Schweden und Norwegen dürften mindestens das Viertelfinale erreichen und haben bei optimalem Turnierverlauf Halbfinal-Potenzial. Island als dritter Skandinavier könnte für die größte Überraschung sorgen – die taktische Disziplin und Turniererprobung machen die Insel-Nation zu einem unbequemen Gegner.

Deutschland bewegt sich in der Grauzone zwischen Außenseiter und Mitfavorit. Mit einem Weltklasse-Tag von Andreas Wolff und inspiriertem Offensivspiel ist viel möglich, doch die Konstanz fehlt für eine echte Titelprognose.

Die wahrscheinlichsten Szenarien in absteigender Reihenfolge: Dänemark gewinnt vor heimischem Publikum mit etwa 35 Prozent Wahrscheinlichkeit. Frankreich holt den zweiten Titel in Folge mit etwa 22 Prozent. Ein skandinavischer Überraschungssieger aus Schweden, Norwegen oder Island mit zusammen etwa 25 Prozent. Ein sonstiger Sieger aus dem erweiterten Favoritenkreis mit etwa 18 Prozent.

Die Empfehlung für Langzeitwetten lautet: Einen Teil des Budgets früh auf Dänemark zu attraktiven Quoten platzieren. Einen weiteren Teil für opportunistische Wetten während des Turniers reservieren, wenn sich Value-Gelegenheiten durch überraschende Ergebnisse ergeben. Speziell die Halbfinal-Wetten auf die nordischen Außenseiter bieten ein interessantes Risiko-Ertrags-Verhältnis.

Die Diversifikation über mehrere Wetten hinweg reduziert das Risiko und erhöht die Unterhaltung während des Turniers. Ein Portfolio aus einer Favoriten-Wette auf Dänemark, einer spekulativen Wette auf einen Außenseiter und mehreren Einzelspiel-Tipps bietet Spannung über alle Turnierphasen hinweg. Dabei sollte das Gesamtbudget vorab festgelegt und strikt eingehalten werden – Disziplin ist der Schlüssel zu langfristigem Wetterfolg.

Fazit

Die Handball EM 2026 verspricht ein hochklassiges Turnier mit spannenden Kräfteverhältnissen an der Spitze. Dänemark geht als haushoher Favorit ins Rennen, muss aber den enormen Erwartungsdruck des Heimturniers bewältigen. Frankreich lauert als gefährlicher Jäger, während die skandinavischen Co-Gastgeber für Überraschungen gut sind.

Für Wettbegeisterte bietet das Turnier vielfältige Möglichkeiten. Die klassische Europameister-Wette auf Dänemark ist fair quotiert, bietet aber keinen überragenden Value. Interessanter sind die Wetten auf Halbfinal-Teilnahmen der Mitfavoriten oder die Suche nach Value bei den Dark Horses. Die Quotenlandschaft zeigt genug Variation zwischen den Anbietern, um durch kluges Line Shopping Vorteile zu erzielen.

Die fundierte Analyse der Favoriten ist der Schlüssel zu erfolgreichen Turnierwetten. Wer Kader, Taktik und Form der Top-Teams kennt, kann die Marktquoten besser einordnen und Value-Gelegenheiten identifizieren. Die Handball EM 2026 in Skandinavien wird zeigen, ob Dänemark seine Dominanz bestätigen kann oder ob ein Herausforderer die Krone erobert.

Eines steht fest: Das Turnier verspricht Spitzenhandball auf höchstem Niveau. Die Dichte an der Spitze macht Prognosen schwierig, aber gerade das macht den Reiz für informierte Wetter aus. Wer die in dieser Analyse präsentierten Informationen nutzt und mit kühlem Kopf agiert, hat gute Chancen auf ein erfolgreiches Turnier – sportlich wie finanziell.

Von Experten geprüft: Felix Ziegler